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Urheberrecht
Autoren und
Verlage haben in der Regel ein sehr verständliches Interesse, mit
den veröffentlichten Büchern auch Geld zu verdienen. Werden
Bücher kostenlos angeboten, ist dies eine Konkurrenz zur
gedruckten Ausgabe mit ihrem Verkaufspreis. Es gibt deshalb
mehrere Varianten, wie online Bücher angeboten werden:
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Das
Urheberrecht für einen Text gilt nach deutschem Recht 70
Jahre über den Tod des Autors hinaus. Danach kann jeder
den Text kostenlos veröffentlichen. Folglich können die
Werke von Autoren, die vor 1936 gestorben sind,
mittlerweile ohne Honorarkosten frei veröffentlich werden.
Sammlungen wie das Projekt Gutenberg enthalten
deshalb vor allem solche Autoren. |
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Autoren, deren Werke noch durch Urheberrecht geschützt
sind, bieten nur in seltenen Fällen Teile oder gar ein
komplettes Buch online an. Andererseits ist das Internet
für unbekannte Autoren eine Plattform, sich ohne Verlag
und Kosten zu präsentieren. |
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Mittlerweile gibt es auch elektronische Bücher: Dabei
handelt es sich um Texte, die nur gegen Bezahlung in einem
gegen Raubkopien geschützen Dateiformat vorliegen. Diese
können am PC, an PocketPCs/Palms oder speziellen
eBook-Readern gelesen werden. |
eBooks: Formate und Probleme
Es gibt
bislang gute Gründe, warum elektronische Bücher sich noch kaum
durchgesetzt haben. Sehen wir davon ab, daß es noch ein sehr
geringes Angebot gibt, sind zwei Hauptgründe zu nennen:
1. Es gibt mehrere konkurrierende Dateiformate für elektronische
Bücher, wobei die Formate von Adobe, Microsoft und anderen nicht
miteinander kompatibel sind. Welches Format sich auf Dauer
durchsetzen wird, ist bislang nicht abzusehen, weshalb es noch
immer die kompatibelste Lösung ist, ein Buch in gedruckter Form
zu erwerben.
2. Das klassisch gedruckte Buch hat zudem den unstreitbaren
Vorteil, daß es auch am Strand, im Bett und anderen Orten
nutzbar ist, an denen selbst ein PocketPC nur mühsam nutzbar
ist.
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Konvertierung und OCR
Auch für
Bücher, deren Autoren bereits vor mehr als 70 Jahren verstorben
sind, war lange nicht zu erwarten, daß es eine Inflation an
elektronischen Ausgaben, die online verfügbar sind, geben wird.
Zwar gibt es mittlerweile bereits recht brauchbare OCR-Software,
die eingescannte Texte 'lesen' und in relativ korrekte
Buchstabenfolgen für elektronische Bücher umwandeln kann, aber
bereits der Aufwand, um ein Buch in guter Qualität einzuscannen,
ist nicht unerheblich. Es war deshalb nicht zu erwarten, daß
Bibliotheken ihre älteren Buchbestände massenweise in eine
elektronische Form konvertieren. Doch auch hier gibt es ein
Umdenken:
Neue Entwicklungen
Eine neue
Entwicklung war die Ankündigung des Suchmaschinenbetreibers
Google, tausende von Büchern aus amerikanischen Bibliotheken
durch Einscannen online verfügbar zu machen, wobei es sich nicht
nur um englischsprachige Titel handeln sollte.
Dieses Projekt ist derzeit aufgrund der unklaren Lage im
Hinblick auf Urheberrechte noch umstritten, dürfte aber in
Zukunft eine interessante Entwicklung sein.
Parallel dazu
haben sowohl Google als auch der Buchhandelsversand Amazon
Kooperationen mit Verlagen abgeschlossen, die es ermöglichen, in
neueren Büchern im Volltext zu suchen, sich einzelne Seiten auch
komplett anzeigen zu lassen, das Buch insgesamt jedoch nicht
online zu veröffentlichen, sondern auf die Möglichkeit
hinzuweisen, das Buch in gedruckter Form zu kaufen.
Während für den englischsprachigen Raum sowohl Google wie auch
Amazon bereits längere Zeit dieses Angebot bereitstellen, hat
Mitte 2005 so der deutsche Ableger von Amazon für eine
Vielzahl deutscher Verlage diesen Service unter dem Titel
Inside Search im Angebot. Google (Deutschland) seinerseits
kooperiert mit der verschiedenen Verlagen und Bibliotheken, um
auch aktuelle Bücher durchsuchbar anzubieten.
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