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   Hierarchische Suche
Wie arbeiten Suchsysteme?
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Hierarchische Suchsysteme können Sie sich zunächst wie eine große Bibliothek vorstellen: Jedes Thema wie Biologie, Literatur oder Musik hat seinen eigenen Bereich, der sich wieder in Unterthemen aufgliedert (Popmusik, Klassik, Jazz ...) und dann noch weiter untergliedert ist. Sie entscheiden zunächst, in welchen Hauptbereich das von ihnen gesuchte Thema gehört, dann in welchen Unterbereich usw., bis Sie zum Schluß auf eine Liste mit Hyperlinks zu Webseiten über dieses Thema stoßen.  
   


Klein, aber nützlich 

Eine solche Hierarchie von Kategorien hat zunächst einen unschätzbaren Vorteil: Wenn Sie sich neu in ein Themengebiet einarbeiten wollen, fallen ihnen in der Regel noch kaum geeignete Stichwörter für eine Stichwortsuche ein. Über ein Kategoriensystem können Sie jedoch rasch erste Seiten zum Thema finden und kennen dann auch bereits mögliche Stichwörter. 

Allerdings sollten Sie von Suchsystemen nicht zuviel erwarten: Während Suchmaschinen automatisch das Web durchsuchen und deshalb hunderte Millionen Webseiten kennen, gibt es bislang kein Verfahren, automatisch Webseiten korrekt in Kategorien einzuteilen. Hierarchische Suchsysteme entstehen deshalb in Handarbeit und sind folglich deutlich weniger umfangreich als die Datenbanken von Suchmaschinen. 

Wie erfährt nun die Redaktion eines solchen Suchsystems von einer Webseite? In der Regel dadurch, daß der Betreiber der Webseite diese bei dem Suchsystem anmeldet und vorschlägt, diese in ein bestimmte Kategorie aufzunehmen. Dies bedeutet auch, daß durchaus wichtige und interessante Webseiten in einem Suchsystem nicht verzeichnet sind, wenn der Betreiber der Webseiten diese überhaupt nicht oder nicht bei dem betreffenden Suchsystem angemeldet hat. 

Redakteure: Ja, aber...  

Noch schwerer wiegt bei den hierarchischen Suchsystemen das Problem, daß die Aufgabe der Redakteure zwar in der Überwachung besteht, daß die Webseiten innerhalb der Hierarchie in die richtige Kategorie gelangen, aber in der Regel nicht darin, die Qualität der Seiten inhaltlich zu bewerten.  

Konkret bedeutet dies, daß Suchsysteme trotz der redaktionellen Betreuung häufig sehr viel Datenschrott enthalten.   


Wo findet die Katze ihr Futter?  

Ene Besonderheit, die sich bei den meisten hierarchischen Suchsystemen bis heute auswirkt, ist ihre oft zufällige Entstehungsweise: Selbst das weltumspannende Yahoo-Verzeichnis begann einmal als eine private Linksammlung zweier Studenten in den USA. Das Kategoriensystem von Yahoo und anderen Verzeichnissen wurde deshalb nicht von Dokumentaren nach erprobtem Regelwerk für die Sachkatalogisierung erstellt, sondern entstand oft weitgehend 'aus dem hohlen Bauch' heraus.  

Die Methode Eppelsheimer  
In den großen wissenschaftlichen Bibliotheken haben sich in der Vorcomputerzeit einige Regelwerke zur Sachkatalogisierung von Büchern etabliert, die ein festes Grundgerüst für den Aufbau eines Sachkataloges bildeten. Eines dieser Regelwerke ist die Methode Eppelsheimer, nach der an den großen Biblotheken Sachkataloge aufgebaut sind. Dies hat den unschätzbaren Vorteil, daß solche Kataloge einheitlich gegliedert sind und sich damit auch in gleicher Weise nutzen lassen.      

Ganz anders sieht dies bei den hierarchischen Suchsystemen aus: Jedes hat seine eigene Kategorienstruktur mit allerhand Besonderheiten und teilweise eigenwilliger Einteilung.So kann es durchaus sein, daß in einem Suchsystem Webseiten zum Thema Katzenfutter unter der Kategorie Wissenschaft > Biologie > Zoologie > Haustiere > Katzen zu finden ist, während in einem anderen Suchsystem sich die gleichen Webseiten unter Freizeit > Tierhaltung > Katzen verzeichnet finden.  

Es ist deshalb sinnvoll, Suchsysteme, die Sie häufiger nutzen wollen, ausgiebig zu erkunden, um einen Eindruck von der Kategorienstruktur zu gewinnen.   

   

   
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