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Klein, aber nützlich
Eine solche
Hierarchie von Kategorien hat zunächst einen unschätzbaren
Vorteil: Wenn Sie sich neu in ein Themengebiet einarbeiten
wollen, fallen ihnen in der Regel noch kaum geeignete
Stichwörter für eine Stichwortsuche ein. Über ein
Kategoriensystem können Sie jedoch rasch erste Seiten zum Thema
finden und kennen dann auch bereits mögliche Stichwörter.
Allerdings
sollten Sie von Suchsystemen nicht zuviel erwarten: Während
Suchmaschinen automatisch das Web durchsuchen und deshalb
hunderte Millionen Webseiten kennen, gibt es bislang kein
Verfahren, automatisch Webseiten korrekt in Kategorien
einzuteilen. Hierarchische Suchsysteme entstehen deshalb in
Handarbeit und sind folglich deutlich weniger umfangreich als die
Datenbanken von Suchmaschinen.
Wie erfährt
nun die Redaktion eines solchen Suchsystems von einer Webseite?
In der Regel dadurch, daß der Betreiber der Webseite diese bei
dem Suchsystem anmeldet und vorschlägt, diese in ein bestimmte
Kategorie aufzunehmen. Dies bedeutet auch, daß durchaus wichtige
und interessante Webseiten in einem Suchsystem nicht verzeichnet
sind, wenn der Betreiber der Webseiten diese überhaupt nicht
oder nicht bei dem betreffenden Suchsystem angemeldet hat.
Redakteure:
Ja, aber...
Noch schwerer
wiegt bei den hierarchischen Suchsystemen das Problem, daß die
Aufgabe der Redakteure zwar in der Überwachung besteht, daß die
Webseiten innerhalb der Hierarchie in die richtige Kategorie
gelangen, aber in der Regel nicht darin, die Qualität der Seiten
inhaltlich zu bewerten.
Konkret
bedeutet dies, daß Suchsysteme trotz der redaktionellen
Betreuung häufig sehr viel Datenschrott enthalten.
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Wo findet
die Katze ihr Futter?
Ene
Besonderheit, die sich bei den meisten hierarchischen
Suchsystemen bis heute auswirkt, ist ihre oft zufällige
Entstehungsweise: Selbst das weltumspannende Yahoo-Verzeichnis
begann einmal als eine private Linksammlung zweier Studenten in
den USA. Das Kategoriensystem von Yahoo und anderen
Verzeichnissen wurde deshalb nicht von Dokumentaren nach
erprobtem Regelwerk für die Sachkatalogisierung erstellt,
sondern entstand oft weitgehend 'aus dem hohlen Bauch' heraus.
Die Methode Eppelsheimer
In den großen wissenschaftlichen Bibliotheken haben sich in
der Vorcomputerzeit einige Regelwerke zur
Sachkatalogisierung von Büchern etabliert, die ein festes
Grundgerüst für den Aufbau eines Sachkataloges bildeten.
Eines dieser Regelwerke ist die Methode Eppelsheimer, nach
der an den großen Biblotheken Sachkataloge aufgebaut sind.
Dies hat den unschätzbaren Vorteil, daß solche Kataloge
einheitlich gegliedert sind und sich damit auch in gleicher
Weise nutzen lassen.
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Ganz anders
sieht dies bei den hierarchischen Suchsystemen aus: Jedes hat
seine eigene Kategorienstruktur mit allerhand Besonderheiten und
teilweise eigenwilliger Einteilung.So kann es durchaus sein, daß
in einem Suchsystem Webseiten zum Thema Katzenfutter
unter der Kategorie Wissenschaft > Biologie > Zoologie >
Haustiere > Katzen zu finden ist, während in einem anderen
Suchsystem sich die gleichen Webseiten unter Freizeit >
Tierhaltung > Katzen verzeichnet finden.
Es ist
deshalb sinnvoll, Suchsysteme, die Sie häufiger nutzen wollen,
ausgiebig zu erkunden, um einen Eindruck von der
Kategorienstruktur zu gewinnen.
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