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Stichwortsuche
Suche optimieren (1)
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Mit den beschriebenen Suchvarianten für Google, MSN und Exalead lassen sich zahlreiche Eingrenzungen von Suchen vornehmen, die auf den ersten Blick teilweise erstaunlich erscheinen mögen, bei genauer Betrachtung jedoch durchaus einleuchten. Solche Suchtricks werden häufig auch als Google-Hacks bezeichnet.
Genaugenommen sind es jedoch Tricks, die nicht nur bei Google, sondern zumeist auch bei anderen Suchmaschinen funktionieren, wenn die entsprechene Syntax der Suchvarianten berücksichtigt wird. Im Folgenden werden diese Tricks deshalb zwar vor allem am Beispiel von Google vorgestellt, es ist aber durchaus sinnvoll, auch andere Suchmaschinen damit abzufragen.   


Wie finde ich die Nadel im
    Heuhaufen?

Die Nadel im Heuhaufen läßt sich dann finden, wenn es gelingt, den Heuhaufen möglichst klein zu machen! Anders gesagt muß die Anfrage bei einer Suchmaschine so gestellt werden, daß ich alles, was ich über die gesuchte Information schon vorab weiß, auch in die Anfrage einfließen lasse: Gibt es die gesuchte Information nur in einer bestimmten Sprache oder Region? Handelt es sich um eine geschützte Markenbezeichnung, die nicht jeder benutzen darf? Liegt die Information wahrscheinlich in einem bestimmten Dateiformat vor? Läßt sich die gesuchte Informa­tion zeitlich eingrenzen?

Stichwörter als Eingrenzung

Eine erste Eingrenzungsmöglichkeit sind die Stichwörter selbst, mit denen die Information bei einer Suchmaschine gesucht wird:

Ø      Während die Suche nach Eisbär vor allem Webseiten über einen weißen, am Nordpol lebenden Bären liefert, führt die Anfrage auf Eisbären bei Google als erstes zu Webseiten über Eishockey-Mannschaften. Wollen Sie wissenschaftliche Informatione über den Eis­bären, dann ist der einfachste Weg, auch den lateinischen Namen (Ursus maritimus) in die Suchanfrage aufzunehmen. Diesen finden Sie im Zweifelsfall bei de.wikipedia.org im Artikel Eisbär.

Ø      Da mittlerweile alle großen Suchmaschinen als Voreinstellung die eingetippten Stichwörter mit UND verknüpfen, ist es eine sinnvolle Strategie, bei Ergebnissen, die sachfremd zum gesuchten Thema sind (Eishockey statt weiße Bären), mit zusätzlichen Begriffen zu arbeiten, die die sachfremden Ergebnisse ausschließen: Das Stichwort Hahn liefert bei Google unter den ersten 10 Suchergebnisse kein einziges zu einem morgens laut krähenden Tier, dafür aber auf einen Frankfurter Flughafen, auf das Hahn-Meitner-Institut, Automobil- und Glasbaufirmen usw. Mit den drei Stichwörtern Hahn Henne krähen tauchen diese Ergebnisse nicht mehr auf!

Wenn Sie mit dieser Vorgehensweise arbeiten, kann es jedoch rasch geschehen, daß die Suchmaschinen zuviel an Stichwörtern erhalten: Google und MSN geben jeweils an, daß maximal 10 Stichwörter bei einer Anfrage berücksichtigt werden (der Rest wird ignoriert). Achten Sie also zunächst darauf, diese Obergrenze nicht zu überschreiten. 

Bei Google haben Sie darüber hinaus die Möglichkeit, jeweils anstelle eines Wortes ein Sternchen * zu setzen, das nicht als Wort mitgezählt wird. Die Anfrage wenn * hahn kräht * mist findet deshalb problemlos Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, benötigt aber nur vier Stichwörter.[1]

[1]   In verschiedenen Google-Hack-Handbüchern taucht die Behauptung auf, es müsse für jedes so ausgelassene Wort ein Stern gesetzt werden (hier also zum Beispiel: wenn * hahn kräht * * mist). Wie ein Test rasch zeigt, ist dies nicht zutreffend: Der Stern wird auch als Platzhalter für mehrere Wörter interpretiert.


Bei diesem Vorgehen taucht rasch ein weiterer Aspekt auf: Bei allen Suchmaschinen spielt es eine Rolle für die Ergebnisanzeige, in welcher Reihenfolge die Stichwörter eingegeben werden: Erproben Sie im Zweifelsfall verschiedene Reihenfolgen.

Besonders deutlich wirkt sich die Reihenfolge bei Google aus, da der Google-Suchalgorithmus besonders stark die Wortabfolge berücksichtigt: Während alle Suchmaschinen mit den Stichwörtern in Anführungszeichen " … " nach der exakten Wortfolge suchen, listet Google auch ohne die Anführungszeichen zunächst bevorzugt Seiten auf, die er exakten Wortfolge entsprechen oder dieser sehr ähnlich sind.
 

Google: Ideal für die Suche nach Textpassagen

Die starke Orientierung von Google an der Wortfolge (ohne wie bei den Anführungszeichen nur die exakte Wortfolge zu berücksichtigen) macht Google zum idealen Werkzeug für die Suche nach Plagiaten, Urheberrechtsverletzungen und abgeschriebenen Hausaufgaben: Da Google noch stärker als die anderen großen Suchmaschinen normale Satzzeichen, die in der Suchanfrage mit eingetippt werden (.,;!? etc.) ignoriert, können Sie einfach Textpassagen aus einer Arbeit mit Copy and Paste in die Eingabemaske von Google übertragen und dann abfragen.

Es ist übrigens erstaunlich, wie sehr auch alltägliche Wörter bei diesem Verfahren als Stichwörter taugen, wenn die so gesuchte Passage mehr als vier oder fünf Wörter umfaßt. Im Zusammenspiel mit dem Stern * als Platzhalter für Wörter können Sie damit auch längere Sätze zielsicher abfragen.

 

 

 

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