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Seite nicht gefunden und andere Fehlermeldungen (2)
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Seit März 2004 sind auch in Deutschland die neuen Internationalized Domain Names (IDN) verfügbar, die auch Umlaute und andere Sonderzeichen enthalten dürfen. Noch aber sind zahlreiche Browserversionen nicht in der Lage, diese Adresse aufzurufen; statt dessen erscheint eine Fehlermeldung, daß die Seite nicht gefunden wurde.    


Die neuen Domainnamen 

Bislang waren in Webadressen keine Umlaute oder andere Sonderzeichen, wie sie in Frankreich, Spanien etc. üblich sind, möglich. Das hat sich mit Beginn des Jahres 2004 geändert; seit Anfang März 2004 sind auch in Deutschland Adressen wie www.müller.de oder www.nürnberg.de möglich. Allerdings kann es sein, daß Ihr Browser, beim Versuch eine solche Adresse aufzurufen, eine Fehlermeldung bringt. 

Welcher Browser kann IDN?

Ältere Browser sind nicht in der Lage, mit den neuen Webadressen (IDN = Internationalized Domain Names) umzugehen. Folgende neueren Browser beherrschen das IDN-System ab der angegebenen Version: 

  • Netscape 7.1, Mozilla 1.4, Firefox 0.6

  • Opera 7.11 

  • Safari 1.2

  • Konquerer (ab KDE 3.2), Galeon 1.3.14

Wenn Sie mit einer älteren Version eines dieser Browser arbeiten, empfiehlt es sich, auf die neueste Version umzusteigen, um bei IDNs keine Probleme zu haben. 

Anders sieht es beim Internet Explorer aus: Für Mac-User ist nicht zu erwarten, daß der Internet Explorer 5.0 für Mac noch aufgerüstet wird.  
Für PC-Nutzer mit Internet Explorer 5.0, 5.5 und 6.0 gibt es zur Nachinstallation ein kostenloses Programm bei Verisign, das dem Internet Explorer das IDN-System beibringt:

Internet Explorer aufrüsten

Um den Internet Explorer für IDNs aufzurüsten, ist es notwendig, daß Sie die nachfolgend genannte Webadresse auch mit dem Internet Explorer aufrufen. (Sie können auch den T-Online-Browser benutzen, da dies in Wirklichkeit ein Internet Explorer ist.)

Verisign - IDNnow 

http://www.idnnow.com/index.jsp 
Sie gelangen mit diesem Hyperlink auf eine Seite des Anbieters Verisign, der ein PlugIn für den Internet Explorer entwickelt hat, mit dem dieser für IDNs aufgerüstet wird.  
Wählen Sie auf dieser Seite 'Jetzt herunterladen'. Sie müssen dann noch dem Lizenzvertrag für diese kostenlose Software zustimmen und das Programm wird heruntergeladen und installiert. Danach ist der Internet Explorer in der Lage, IDNs korrekt aufzurufen. 

So funktionieren die neuen Adressen

Auch nach der Einführung der Internationalen Domain Namen (IDN) mit der Möglichkeit, auch Umlaute und andere Sonderzeichen anzugeben, basiert das Domain-Name-System nach wie vor auf den bisher benutzten Zeichen aus dem so genannten ASCII-Zeichensatz. Neu ist jedoch, daß ein System festgelegt wurde, mit dem Browser eine Webadresse mit den neuen Zeichen in eine ASCII-Zeichenfolge umwandeln können, die weltweit eindeutig ist.  

Zunächst wird dazu eine Webadresse wie zum Beispiel www.tübingen.de 'normalisiert': Dazu werden Großbuchstaben in Kleinbuchstaben umgewandelt, aus dem deutschen ß wird ein ss, aber Umlaute bleiben als solche bestehen. Dieses Verfahren nennt sich Nameprep.  

Die normalisierte IDN wird als zweiter Schritt daraufhin durchsucht, ob Umlaute und andere Sonderzeichen darin vorkommen. Ist dies der Fall, erhält die Domain eine Zeichenfolge xn-- vorangestellt, um deutlich zu machen, daß es sich um eine der neuen Domains mit den neuen Sonderzeichen handelt.  
Auf diese Zeichenfolge folgen alle Buchstaben der Domain, die keine Sonderzeichen sind, dann folgt eine Zeichenfolge, die angibt, welche Sonderzeichen in der IDN vorkommen und an welcher Stelle sie stehen. Diese Darstellung nennt sich ACE-String (ASCII Compatible Encoding). Aus www.tübingen.de wird so der ACE-String: www.xn--tbingen-n2a.de   

In einem Browser, der mit den neuen IDNs umgehen kann, genügt es jedoch, die normale Webadresse (mit Umlauten etc.) einzutippen. Der Browser erzeugt dann automatisch den ACE-String und zeigt die aufgerufene Adresse an. 

Ältere Browser nutzen

Ältere Browser beherrschen das IDN-System nicht, können aber trotzdem dazu bewegt werden, die neuen Webadressen anzuzeigen. Dazu ist es jedoch notwendig, statt der neuen IDN-Adresse den zugehörigen ACE-String (siehe Kasten oben) als Adresse anzugeben.

DENIC-Konvertierung 

http://www.denic.de/de/domains/idns/tool.jsp 
Für .de-Domains bietet die DENIC unter dieser Adresse eine Webseite, auf der Sie IDN-Adressen in ACE-Strings umwandeln lassen können.   
(Für andere als .de-Domains können Sie diese Webseite auch nutzen, wenn Sie von Hand die Toplevel-Domain (.com, .at etc.) korrigieren.)  

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