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Warum unvollständige Adressen
funktionieren
Im Fernsehen,
in Zeitungen und Zeitschriften finden Sie mittlerweile von
vielen Institutionen und Firmen deren Webadresse. Die
Internet-Adresse der Tagesschau der ARD finden Sie beispielweise
angegeben mit:
www.tagesschau.de. Wenn Sie diese Adresse in die Adresszeile
Ihres Browsers eintippen, gelangen Sie tatsächlich zur
Startseite der Tagesschau.
In
Wirklichkeit ist diese Adresse jedoch nur eine Kurzform und
nicht vollständig. Die vollständige Adresse für die Startseite
der Tagesschau lautet:
http://www.tagesschau.de/index.html
Wie die
nachfolgende Grafik einer vollständigen Webadresse zeigt, fehlt
der Kurzform der Adresse der Tagesschau sowohl die
Protokoll-Angabe wie auch die Angabe von Pfad und Datei:

Warum
funktioniert in vielen Fällen die Kurzform einer Adresse
dennoch? Hier gilt es mehrere Gesichtspunkte zu unterscheiden:
> Das
häufigste Protokoll im Internet ist http://, wobei
http für Hypertext Transfer Protocol steht. Alle
gängigen Browser setzen deshalb, wenn eine Adresse ohne
Protokollangabe eingetippt wird, testhalber dieses Protokoll vor
die Adresse. Ist es tatsächlich das korrekte Protokoll, landen
Sie bei der gesuchten Adresse. Finden Sie eine Adress- Angabe
mit einem anderen Protokoll vor (siehe unten), müssen Sie das
Protokoll mit eintippen.
> Steht
die gewünschte Datei nicht in einem Unterverzeichnis des
Servers, sondern im Haupt- verzeichnis, müssen Sie keinen Pfad
(in der Grafik mit 5 bezeichnet) angeben.
> Schließlich
gilt, daß die meisten Server so konfiguriert sind, daß bei
fehlendem Dateinamen automatisch eine Datei bestimmten Namens
(in der Regel index.html oder index.htm) geladen
wird. Diese wird dann als Startseite bezeichnet.
Protokolle im Internet
Neben dem
Hypertext Transfer Protocol, das für alle Seiten im World
Wide Web zuständig ist, gibt es noch weitere Protokolle, die in
Adressangaben im Internet vorkommen können:
|
Protokoll |
Bedeutung |
|
http:// |
Hypertext Transfer Protocol
Das Protokoll des World Wide Web |
|
ftp:// |
File
Transfer Protocol
Protokoll zur Übertragung von großen Datenmengen (z.B.
Download) |
|
gopher:// |
Vorläuferprotokoll von http://
(Heute kaum noch im Einsatz) |
|
telnet:// |
Protokoll, das in einem Textfenster die
Fernsteuerung von Rechnern erlaubt
(Heute nur noch für Spezialzwecke in Gebrauch)
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mailto: |
Protokoll für den E-mail-Versand |
|
news: |
Protokoll für den Aufruf und die Nutzung von Newsgruppen
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So sind
Internet-Adressen
aufgebaut
Die
eigentliche Internet-Adresse (mit 2, 3 und 4 in der
obenstehenden Grafik markiert) setzt sich aus folgenden
Bestandteilen zusammen, die von rechts nach links (4, 3, 2) zu
lesen sind:
4 Top-Level Domain
Bezeichnet ursprünglich das Land, in dem der Server steht (.de
= Deutschland, .fr = Frankreich etc.). Generische
Top-Level Domain (.com, .edu etc.) benennen
verschiedene gesellschaftliche Bereiche. Mittlerweile ist dieses
System jedoch sehr aufgeweicht: Für zahlreiche Länder ist es
möglich, in der entsprechende Top-Level Domain sich auch dann
registrieren zu lassen, wenn der Server in einerm anderen Land
steht.
In unserem Webangebot finden Sie auch eine Liste aller
Top-Level
Domains.
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3 Sub-Level Domain
Bezeichnet den Namen des Betreibers eines Webangebots innerhalb
der Top-Level Domain. Typischerweise finden Sie hier den Namen
einer Firma (oder Privatperson).
2 Rechnername
Da zahlreiche Webanbieter mehr als einen Server im Internet
betreiben, benennt der erste Teil einer Internet-Adresse den
Namen des Rechners, auf dem die gewünschten Daten liegen. Der
häufigste Rechnername ist www, aber auch jeder andere
Name ist möglich.
Top-Level und
Sub-Level Domain zusammen mit dem Rechnernamen müssen weltweit
eindeutig sein, um damit einen (und genau einen) Rechner
ansprechen zu können.
IP-Adressen und Name-Server
Das System
der Internet-Adressen wie jener der Tagesschau
www.tagesschau.de ist für einen Nutzer des Internets
angenehm, denn eine Internet-Adresse wie jene der Tagesschau
läßt sich gut merken. Die verschiedenen Server im Internet
benutzen untereinander jedoch nicht diese Klartextnamen, sondern
sog. IP-Adressen.
IP-Adressen
bestehen aus vier Zahlen (zwischen 0 und 255), die jeweils durch
einen Punkt getrennt sind:
|
IP-Adressen: |
IP =
Internet Protocol |
|
xxx.xxx.xxx.xxx |
xxx
steht für eine Zahl, die zwischen 0 und 255 liegen kann.
|
|
z.B.
193.97.251.27 |
Insgesamt sind weltweit genau 4 294 967 296 IP- Adressen
verfügbar. |
Jeder Rechner
im Internet (auch Ihr PC, wenn Sie online sind) besitzt eine
eindeutige IP-Adresse. Jedem Klartextnamen wie
www.tagesschau.de ist dabei eindeutig eine IP-Adresse
zugeordnet. Die Umwandlung von Klartextnamen in IP-Adressen (und
umgekehrt) wird von sog. Name-Servern vorgenommen, von denen es
im Internet mehrere Tausend gibt.
Diese Spezialfälle gibt es
Bei der
Eingabe einer korrekten Internet-Adresse gibt es einige
Spezialfälle, die Sie kennen sollten, um für alle Fälle gerüstet
zu sein.
Die Tilde
Statt einer kompletten Angabe des Pfades finden Sie bei einigen
Servern (vor allem bei privaten Homepages) auch eine Angabe wie
http://www.name.de/~hallo/index.htm
Das Symbol der Tilde
~
steht dabei als Kurzform für eine längere Pfadangabe. Sie können
dieses Symbol über AltGr und die Taste + (gleich
neben Return) eintippen.
Server ohne
Klartextnamen
Die meisten Server im Internet besitzen einen Klartextnamen
wie www.tagesschau.de. Einige Server besitzen jedoch nur
eine IP-Adresse. Wollen Sie eine Seite auf einem solchen Server
direkt aufrufen, tippen Sie einfach statt des Klartextnamens die
IP-Adresse ein, denn beide Adressarten sind gleichwertig:
http://193.97.251.27/index.html
Auch mit diesem Hyperlink gelangen Sie
(über die IP-Adresse) zur Tagesschau
Der einzige
Unterschied zwischen Klartextname und IP-Adresse besteht für den
Benutzer darin, daß sich Klartextnamen deutlich besser merken
lassen.
Automatische
Umleitung
Einige Server arbeiten mit einer automatischen Umleitung: Wenn
Sie eine Internet-Adresse eintippen und absenden, wird diese
zwar korrekt aufgerufen, aber vom betreffenden Server direkt zu
einer anderen Adresse weitergeleitet. Sie können den Aufruf
eines Webangebots beschleunigen, wenn Sie in Zukunft direkt die
umgeleitete Adresse nutzen.
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