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Wollen Sie Papierbilder, Dias oder Negative im Computer bearbeiten und nutzen, so müssen diese zunächst digitalisiert werden. Dies erfolgt über einen Scanner, der das Originalbild abtastet und in computerlesbare Daten umwandelt.


Diese Scanner gibt es

Scanner lassen sich zunächst unterscheiden in solche, die Papiervorlagen einscannen und solche, die von Dias oder Negativen Scans erzeugen.

Flachbettscanner

Flachbettscanner dienen zum Einscannen von Papiervorlagen. Teilweise wird auch ein sog. Dia- oder Durchlichtaufsatz angeboten, um Dias und Negative einscannen zu können. Angesichts des kleinen Formats (36x24mm) von Negativen und Dias, verglichen mit der Auflösung des Scanners, ist dies bestenfalls ein Notbehelf. Beim Scannen von Papiervorlagen liefern jedoch bereits günstige Flachbettscanner ordentliche Ergebnisse.   

Dia- und Negativscanner

Dia- und Negativscanner scannen mit hoher Auflösung direkt Dias oder Negative ein. Dabei ist die Qualität deutlich besser als der Scan von einem Papierabzug eines Negativs oder Dias, der über einen Flachbettscanner eingescannt wird. Der Nachteil von Dia- und Negativscannern besteht einzig im deutlich höheren Anschaffungs- preis - verglichen mit Flachbettscannern. 


dpi-Angaben bei Scannern

Bei Flachbettscannern ist es üblich, zweierlei dpi-Angaben für die Scanauflösung anzugeben: Die physikalische Auflösung benennt, mit welcher Auflösung der Scanner tatsächlich arbeitet. Die (zumeist deutlich größere) interpolierte Auflösung ist ein Werbetrick der Scannerhersteller: Hier wird die physikalische Bildinformation dazu benutzt, ein künstlich vergrößertes Bild zu erzeugen, das aber keinerlei bessere Qualität bietet. Deshalb sollten Scanner stets nach der physikalischen Auflösung beurteilt werden.  

Probleme beim Scannen

Beim Einscannen von Papiervorlagen, die bereits als gerasterter Ausdruck vorliegen (z.B. Bilder aus Zeitschriften) wird das Raster beim Scannen mit eingescannt. Dies kann zu störenden Mustern führen. Außerdem ist selbst ein für das Auge unsichtbares Raster in der Lage, beim Speichern einer Grafik im JPG-Format die Dateigröße um den Faktor 10 aufzublähen. 
Gute Flachbettscanner bieten eine Software mit eingebauter Entrasterungsfunktion, bei der die Rastergröße (in dpi) angegeben werden kann. In hartnäckigen Fällen hilft eine Glasplatte (ca. 3mm dick und schlierenfrei), die zwischen Vorlage und Scanner gelegt wird. 

Der Umgang mit dpi-Angaben


72 dpi: ein Mythos

Für Webbilder, also Fotografien oder Grafiken, die auf einer Webseite in einem Browser dargestellt werden sollen, wird häufig empfohlen, diese im Grafikprogramm auf 72 dpi einzustellen, da dies der Monitorauflösung entspreche.

So hartnäckig sich dieser Mythos auch hält, ist er doch grober Unsinn. Beginnen wir mit der Frage, welche dpi-Auflösung ein Monitor hat, so läßt sich dies im Prinzip einfach errechnen:


Der Monitor hat eine Bildschirmdiagonale (in Zoll angeben) und eine Bildschirmauflösung, die angibt, wieviele Pixel horizontal und vertikal der Monitor darstellt. Daraus läßt sich bereits mit Schulmathematik (Satz des Pythagoras) errechnen, wie viele Pixel pro Inch (=Zoll) der Monitor darstellen kann. 

Nachfolgend ist für einige gängige Wert von Monitoren die resultierende Monitorauflösung angegeben. Offensichtlich gibt es keineswegs die Monitorauflösung, sondern höchst verschiedene Werte:

Monitorauflösung in dpi für verschiedene Monitore

Diagonale

14''

15''

15''

17''

17''

19''

19''

Auflösung

800x600

800x600

1024x768

800x600

1024x768

1024x768

1600x1200

dpi

71.43

66.66

85.33

58.82

75.29

67.37

105.26


Für Webbilder gilt deshalb ganz einfach: Es ist völlig unerheblich, welche dpi-Auflösung in einem Grafikprogramm dem Bild mitgegeben wird. Die Browser interessieren sich einzig für die Breite und Höhe des Bildes in Pixeln (und für die width- und height-Angabe im <img>-Tag der Webseite).


Für Ausdruckzwecke entscheidet die in einem Grafikprogramm dem Bild mitgegebene dpi- Auflösung darüber, wie groß ein Programm wie Winword zunächst die Grafik in eine Seite einfügt. Für Farbbilder gilt als Faustregel: Die dpi-Angabe sollte ungefähr halb so hoch wie die Auflösung des Druckers sein. 

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