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Digitalkameras: Vor- und Nachteile


Digitalkameras sind kompakt und leicht, vor allem aber steht das Bild sofort zur Verfügung: Wartezeiten für Entwicklung und Abzüge entfallen. Insofern würde alles für Digitalkameras sprechen, gäbe es nicht derzeit noch einige gravierende Nachteile:

Speicherkapazität

Speicherkarten werden für Digitalkameras mit Speicherkapazitäten von 8/16/32/64/128 MByte ausgeliefert und sind nicht ganz billig. Die beiden gängigsten Typen sind Smart Media- und Compact Flash-Karten, die preislich und von der Kapazität her ungefähr gleich sind:  

Smart Media- und Compact Flash-Karte
Smart Media- und Compact Flash-Karte

Angesichts des Preises solcher Karten ist die Speicherkapazität je nach Dateiformat (TIFF oder JPEG) noch reichlich gering: Eine Kamera mit 2,1 Millionen Pixeln kann auf einer  64 MByte-Karte satte 128 Bilder speichern, aber im qualitativ besseren TIFF-Format sind es gerade 10 Bilder. 

Da der Inhalt der Speicherkarte jederzeit auf den PC überspielt werden kann und diese dann wieder zur Verfügung steht, ist dies für viele Fälle ausreichend. Sehr große Bildmengen oder Bilder in hochwertiger Qualität (TIFF) benötigen jedoch einen Vorrat an Speicherkarten, wenn nicht zum Beispiel im Urlaub kein PC zur Verfügung steht. 

Stromverbrauch

Digitalkameras sind wahre Stromfresser, wobei die Displays besonders viel Strom verbrauchen. Die Verwendung von Batterien geht deshalb rasch ins Geld. Gute Digitalkameras bieten deshalb die Möglichkeit, unterschiedliche Stromlieferanten zu benutzen:

> Wenig empfehlenswert sind fest eingebaute Akkus, da bei einem leeren Akku die Kamera an das Ladegerät angeschlossen werden muß und damit für einige Stunden 'außer Gefecht gesetzt' ist. 


> Batterien sind zwar austauschbar, aber auch gute Alkaline-Batterien machen in Digitalkameras oft nach 20-30 Bildern schon schlapp: Nach ein paar hundert Bildern sind deshalb die Kosten für Batterien oft höher als der Preis der Kamera. 
> Spezielle Lithium-Fotobatterien haben eine deutlich höhere Kapazität als Alkaline-Batterien, sind aber auch deutlich teuerer und nicht wieder aufladbar. 
> Preislich und von der Leistung her ist derzeit die optimale Lösung der Einsatz von Akkus mit hoher Kapazität. Beachten Sie dazu jedoch folgendes:
  

Die Leistung von Akkus wird in mAh gemessen, wobei gängige Mignon-Zellenakkus 600 bis 800 mAh liefern, Hochleistungsakkus jedoch bis zu 1700 mAh. Dies sieht gerade mal nach einer Verdopplung der Leistung aus, bedeutet beim praktischen Einsatz in Digitalkameras jedoch häufig eine bis zu 10x längere Nutzungsdauer! 
Hochleistungsakkus sind bis zu tausendmal wiederaufladbar und damit auf Dauer eine sehr günstige Stromquelle. Zum Laden reicht jedoch ein Ladegerät aus dem Supermarkt nicht aus: Sie benötigen eine etwas teureres Ladegerät, das mit der hohen Kapazität der Akkus umgehen kann.    

Bildqualität

Nur Digitalkameras der obersten Preisklasse liefern derzeit eine Bildqualität, die in etwa jener einer Kleinbildkamera entspricht. Für Abzüge bis 18x13cm fällt dies nicht ins Gewicht. Anders sieht es jedoch aus, wenn Abzüge größeren Formats erstellt oder nur Ausschnitte des Bildes vergrößert werden sollen.  
Für Webzwecke sind jedoch selbst einfache Digitalkameras geeignet: Ein Bild mit 1 Million Pixel ist bereits doppelt so groß wie die Darstellungsfläche eines 800x600 Monitors! 

Technische Einschränkungen 

Trotz deutlicher Fortschritte bei Digitalkameras sind diese derzeit noch für Sportaufnahmen und schnelle Serienaufnahmen wenig geeignet. Zum einen lösen fast alle Digitalkameras nach einem Druck auf den Auslöser nur mit einer deutlichen Verzögerung aus, zum anderen benötigt das Abspeichern des aufgenommenen Bildes je nach Kamera bis zu 30 Sekunden. 

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