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Digitalkameras (1)
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Neben die klassischen Fotokameras (Kleinbild und APS) treten mehr und mehr Digitalkameras. Gerade für Bilder auf Webseiten sind sie in vielen Fällen eine sehr gute Alternative zu klassischen Fotokameras, deren Bilder erst entwickelt und eingescannt werden müssen, aber auch die Beschränkungen, die derzeit noch gegeben sind, sollen hier benannt werden. 


Wie funktionieren Digitalkameras?
 

Digitalkameras enthalten einen Chip, der aus lichtempfindlichen Meßpunkten besteht. Auf diesen Chip wird über das Objektiv das ausgewählte Motiv abgebildet. Beim Drücken des Auslösers werden die Meßwerte jedes Meßpunktes in eine Speicherkarte übertragen und stehen dort sofort als digitale Datei für den Ausdruck oder die Nachbearbeitung im Computer zur Verfügung. 

Pixelangaben bei Digitalkameras 

Während auf einem Computermonitor ein Pixel aus jeweils einem roten, grünen und blauen Leuchtpunkt besteht, sind Pixelangaben bei Digitalkameras davon abweichend angegeben: 


Bei Digitalkameras wird jeder Meßpunkt als Pixel bezeichnet.

Der Chip der Digitalkamera besteht aus rot-, grün- und blauempfindlichen Meßpunkten, wobei fast alle Digitalkameras doppelt soviele Grün- wie Rot- und Blaumeßpunkte besitzen, um eine dem menschlichen Auge angepaßte Abbildung zu erzielen. 

Daraus ergibt sich auch, daß die Pixelangaben bei Digitalkameras (=Anzahl der Meßpunkte) nicht mit den Pixelangaben bei Monitoren direkt verglichen werden können: Digitalkameras errechnen aus den Meßpunkten für jeden Meßpunkt durch Interpolation einen Helligkeits- und Farbwert, obwohl jeder Meßpunkt jeweils nur eine Rot-, Grün- oder Blauinformation enthält. Dies führt zu einem Qualitätsverlust verglichen mit einem Aufnahmemedium, das für jedes Pixel eines Monitors jeweils eine Rot-, Grün- und Blau- Information ermittelt. Wie stark sich dieser Qualitätsverlust bemerkbar macht, hängt vom Bildmotiv ab. 

In der Praxis fällt diese Überlegung nur für den Ausdruck von Fotografien ins Gewicht; bei Bildern für Webseiten ist in der Regel ohnehin eine Verkleinerung des Bildes notwendig, weshalb kein Qualitätsverlust bemerkbar ist. Hinzu kommt, daß das übliche Abspeichern von Digitalbildern im JPEG-Format einen Qualitätsverlust bedeutet, der deutlich über jenem liegt, den die Interpolation der Meßpunkte liefert. 


Brennweite bei Digitalkameras
 

Bei allen gängigen Digitalkameras ist der licht- empfindliche Chip deutlich kleiner als das Kleinbildformat (36x24mm). Dies bedeutet, daß die Brennweite des Objektivs kleiner sein kann als im Kleinbildformat und dennoch der gleiche Abbildungsmaßstab erzielt wird. Digitalkameras sind deshalb bei vergleichbarer Leistung deutlich kleiner und leichter als Kleinbildkameras. 

So besitzt beispielsweise die C-2100 UZ von Olympus ein Zoomobjektiv mit einer Brennweite von 7-70mm. Umgerechnet auf das gängige Kleinbildformat entspricht dies einer Brennweite von 38-380mm. Die meisten Hersteller von Digitalkameras geben als Brennweite die auf das Kleinbildformat umgerechnete Größe an. Sofern es sich um ein Zoomobjektiv handelt, spricht man hierbei von einem optischen Zoom und seinem Brennweitenbereich. 

Digitalzoom: ein Rechentrick  

Neben dem optischem Zoom, den auch APS- und Kleinbildkameras kennen, besitzen viele  Digital- kameras noch eine Digitalzoomfunktion. Dabei wird ein Ausschnitt des Kamerachips auf die gesamte Chipgröße hochgerechnet, sodaß der Eindruck einer größeren Brennweite entsteht. In Wirklichkeit jedoch ist dies ein Rechenverfahren, das mit deutlichen Qualitätsverlusten einhergeht. Wenn möglich, sollten Sie deshalb auf den Einsatz eines Digitalzooms verzichten. 
   

Digitalzoom besser als Bildbearbeitung?

Auf den ersten Blick könnte man argumentieren, es sei sinnvoll, stets auf den Digitalzoom zu verzichten, da eine Ausschnittsvergrößerung (ebenfalls mit Qualitätsverlust) auch noch in einem Bildbearbeitungsprogramm möglich ist. Sofern ein Bild in einem verlustfreien Grafik- format (z.B. TIFF) abgespeichert, ist dies auch zutreffend, nicht aber, wenn wie üblicherweise die Abspeicherung in einem verlustbehafteten Format (JPEG) erfolgt. In diesem Fall wird in der Kamera zunächst die Ausschnittsvergrößerung errechnet und erst dann in das JPEG-Format umgewandelt. Dies liefert fast immer bessere Ergebnisse, als eine Abspeicherung im JPEG- Format ohne Ausschnittsvergrößerung, die dann in einem Bildbearbeitungsprogramm erzeugt wird. 

Grafikformate (JPEG und TIFF)

Gespeichert werden Bilder in einer Digitalkamera auf Speicherchips. Dabei sind bei guten Kameras zwei Grafikformate wählbar: Das Format TIFF speichert Bilder ohne Qualitätsverluste, erzeugt dabei aber rund 10 mal größere Dateien als JPEG. Das Format JPEG (JPG) speichert Bilder mit einer verlustbehafteten Komprimierung, aber als deutlich kleinere Dateien. Sollen Digitalbilder später noch optimal nachbearbeitbar sein, ist das TIFF-Format vorzuziehen. Für den alltäglichen Gebrauch ist das JPEG-Format jedoch durchaus ausreichend. 

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