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Wie funktionieren Digitalkameras?
Digitalkameras
enthalten einen Chip, der aus lichtempfindlichen Meßpunkten
besteht. Auf diesen Chip wird über das Objektiv das
ausgewählte Motiv abgebildet. Beim Drücken des Auslösers
werden die Meßwerte jedes Meßpunktes in eine Speicherkarte
übertragen und stehen dort sofort als digitale Datei für den
Ausdruck oder die Nachbearbeitung im Computer zur Verfügung.
Pixelangaben bei Digitalkameras
Während
auf einem Computermonitor ein Pixel aus jeweils einem roten,
grünen und blauen Leuchtpunkt besteht, sind Pixelangaben bei
Digitalkameras davon abweichend angegeben:

Bei
Digitalkameras wird jeder Meßpunkt als Pixel bezeichnet. Der
Chip der Digitalkamera besteht aus rot-, grün- und
blauempfindlichen Meßpunkten, wobei fast alle Digitalkameras
doppelt soviele Grün- wie Rot- und Blaumeßpunkte besitzen, um
eine dem menschlichen Auge angepaßte Abbildung zu erzielen. Daraus
ergibt sich auch, daß die Pixelangaben bei Digitalkameras
(=Anzahl der Meßpunkte) nicht mit den Pixelangaben bei
Monitoren direkt verglichen werden können: Digitalkameras
errechnen aus den Meßpunkten für jeden Meßpunkt durch
Interpolation einen Helligkeits- und Farbwert, obwohl jeder
Meßpunkt jeweils nur eine Rot-, Grün- oder Blauinformation
enthält. Dies führt zu einem Qualitätsverlust verglichen mit
einem Aufnahmemedium, das für jedes Pixel eines Monitors
jeweils eine Rot-, Grün- und Blau- Information ermittelt. Wie
stark sich dieser Qualitätsverlust bemerkbar macht, hängt vom
Bildmotiv ab. In
der Praxis fällt diese Überlegung nur für den Ausdruck von
Fotografien ins Gewicht; bei Bildern für Webseiten ist in der
Regel ohnehin eine Verkleinerung des Bildes notwendig, weshalb
kein Qualitätsverlust bemerkbar ist. Hinzu kommt, daß das
übliche Abspeichern von Digitalbildern im JPEG-Format einen
Qualitätsverlust bedeutet, der deutlich über jenem liegt, den
die Interpolation der Meßpunkte liefert. |

Brennweite bei Digitalkameras
Bei
allen gängigen Digitalkameras ist der licht- empfindliche Chip
deutlich kleiner als das Kleinbildformat (36x24mm). Dies
bedeutet, daß die Brennweite des Objektivs kleiner sein kann
als im Kleinbildformat und dennoch der gleiche
Abbildungsmaßstab erzielt wird. Digitalkameras sind deshalb bei
vergleichbarer Leistung deutlich kleiner und leichter als
Kleinbildkameras. So
besitzt beispielsweise die C-2100 UZ von Olympus ein Zoomobjektiv
mit einer Brennweite von 7-70mm. Umgerechnet auf das gängige
Kleinbildformat entspricht dies einer Brennweite von 38-380mm.
Die meisten Hersteller von Digitalkameras geben als Brennweite
die auf das Kleinbildformat umgerechnete Größe an. Sofern es
sich um ein Zoomobjektiv handelt, spricht man hierbei von einem
optischen Zoom und seinem Brennweitenbereich.
Digitalzoom: ein Rechentrick
Neben
dem optischem Zoom, den auch APS- und Kleinbildkameras kennen,
besitzen viele Digital- kameras noch eine
Digitalzoomfunktion. Dabei wird ein Ausschnitt des Kamerachips
auf die gesamte Chipgröße hochgerechnet, sodaß der Eindruck
einer größeren Brennweite entsteht. In Wirklichkeit jedoch ist
dies ein Rechenverfahren, das mit deutlichen
Qualitätsverlusten einhergeht. Wenn möglich, sollten Sie
deshalb auf den Einsatz eines Digitalzooms verzichten.
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Digitalzoom
besser als Bildbearbeitung?
Auf
den ersten Blick könnte man argumentieren, es sei
sinnvoll, stets auf den Digitalzoom zu verzichten, da
eine Ausschnittsvergrößerung (ebenfalls mit
Qualitätsverlust) auch noch in einem
Bildbearbeitungsprogramm möglich ist. Sofern ein Bild
in einem verlustfreien Grafik- format (z.B. TIFF)
abgespeichert, ist dies auch zutreffend, nicht aber,
wenn wie üblicherweise die Abspeicherung in einem
verlustbehafteten Format (JPEG) erfolgt. In diesem Fall
wird in der Kamera zunächst die
Ausschnittsvergrößerung errechnet und erst dann in das
JPEG-Format umgewandelt. Dies liefert fast immer bessere
Ergebnisse, als eine Abspeicherung im JPEG- Format ohne
Ausschnittsvergrößerung, die dann in einem
Bildbearbeitungsprogramm erzeugt wird. |
Grafikformate (JPEG und TIFF)
Gespeichert
werden Bilder in einer Digitalkamera auf Speicherchips. Dabei
sind bei guten Kameras zwei Grafikformate wählbar: Das Format
TIFF speichert Bilder ohne Qualitätsverluste, erzeugt dabei aber
rund 10 mal größere Dateien als JPEG. Das Format JPEG (JPG)
speichert Bilder mit einer verlustbehafteten Komprimierung, aber
als deutlich kleinere Dateien. Sollen Digitalbilder später noch
optimal nachbearbeitbar sein, ist das TIFF-Format vorzuziehen.
Für den alltäglichen Gebrauch ist das JPEG-Format jedoch
durchaus ausreichend.
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