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Komprimierung
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Grafikdateien werden rasch sehr groß. Ein Bild in der Größe 800x600 Pixel, also so groß wie die Auflösung eines gängigen Monitors, hat in TrueColor rund 1.4 MByte an Dateigröße (paßt also gerade noch auf eine Diskette). Angesichts der heutigen Speichermedien (auf eine normale CD passen 650 MByte) ist dies kaum noch ein Problem. Unbrauchbar sind solche Dateigrößen jedoch für Webzwecke, für die gilt, daß eine Webseite einschließlich Grafiken 30 KByte nicht überschreiten sollte. Deshalb gibt es verschiedene Verfahren, um die Dateigröße von Grafiken zu reduzieren.  


Verlustfreie und verlustbehaftete  
    Komprimierung

Das einzige Grafikformat, das Grafiken im Originalzustand (und damit auch in voller Dateigröße) abspeichert, ist das BMP-Format, in dem auch zahlreiche Systemgrafiken für Windows abgespeichert sind. Sie können in diesem Format Grafiken abspeichern, wenn es nicht auf die Dateigröße ankommt. Alle anderen Dateiformate nutzen eine Form der Komprimierung, um die Dateigröße zu reduzieren, wobei es zwei Varianten gibt:  

Verlustfreie Komprimierung  
Grafikformate wie TIF oder PCX nutzen sog. Redundanzen in Grafikdateien aus. In der Praxis bedeutet dies, daß diese Dateiformate Grafiken deutlich kleiner abspeichern können als BMP, ohne daß deshalb Informationen verlorengehen. Sie können nach dem Abspeichern in einem verlustfreien Format die Grafik wieder in den PC laden und haben die gleiche Qualität wie vor dem Abspeichern. 

Verlustbehaftete Komprimierung 
Bei der verlustbehafteten Komprimierung wird eine besonders kleine Dateigröße dadurch erreicht, daß Informationen aus der Grafik entfernt werden. Sie läßt sich damit deutlich kleiner abspeichern, aber nicht mehr optimal nachbearbeiten, da ihr die Bearbeitungsreserve weitgehend fehlt. Alle web- tauglichen Grafikformate arbeiten mit verlust- behafteter Komprimierung. 


So funktioniert Komprimierung  

Alle Komprimierungsverfahren (verlustfreie und verlustbehaftete) arbeiten mit speziellen Rechen- verfahren, um die Dateigröße zu reduzieren. Das einfachste Verfahren besteht darin, gleichfarbige, benachbarte Pixel zusammenzufassen:

Kommen in einem Bild beispielsweise 20 Pixel mit dem gleichen Rot nebeneinander vor, wird in BMP, das ohne Komprimierung arbeitet, für jedes Pixel ein Wert für Rot, Grün und Blau abgespeichert:

255 0 0 255 0 0 255 0 0 255 0 0 255 0 0 255 0 0 255 0 0 255 0 0 255 0 0 255 0 0 255 0 0 255 0 0 255 0 0 255 0 0 255 0 0 255 0 0 255 0 0 255 0 0 255 0 0 255 0 0

In komprimierenden Verfahren wird nur die Anzahl der gleichfarbigen Pixel und einmal der Farbwert abgespeichert:

20 x 255 0 0

Dies benötigt sehr viel weniger Speicherplatz, es verdeutlicht aber auch eine wichtige Besonderheit komprimierender Grafikformate: Nicht jedes Bild enthält z.B. gleichfarbige Pixel nebeneinander, nicht jeder Bildinhalt läßt sich deshalb gleich gut komprimieren. Es kommt also auf den Inhalt an, wie stark verkleinert die Grafikdatei wird! 

 

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